Wolfgang Melzer
(Rednerladen)

Aus meinen Sudelbüchern
Beobachtungen, Betrachtungen, Einfälle, wie sie gerade anfallen.

14.04.2026

Wie man sich die Welt halt so zurechtfummelt

Wieder einmal fühle ich mich aufgefordert, den zeitgenössischen Karl Kraus zu geben – mit allem Respekt, wie sich von selber versteht und hier schon mehrfach bekundet wurde. 
Den Anstoß gab diesmal ein Artikel in der „Sächsischen Zeitung“ vom 11./12. April 2026. Unter der Überschrift „Zwischen Leben und Existieren“ füllt er die ganze Seite Drei der Ausgabe.
Ganz klar, denkt sich Leserin wie Leser: Es geht ums Ganze. Liest den nicht minder großsprecherischen Untertitel und erschauert, denn da steht: „Deutschland ächzt unter den hohen Preisen nicht erst seit Beginn des Iran-Kriegs. [Mehr lesen…]

Admin - 13:37:56 @

08.04.2026

Fragen an P

Jemand fragte P: „Wo bleibt in Ihren Schriften das Positive?“

„Das bisschen steht zwischen den Zeilen“, gab er zur Antwort.

Admin - 09:30:22 @

24.01.2026

TikTakTok

TikTok sprach der Wanderer
unterm giga Gipfelkreuz,
der eine hasst’s, den andern freut’s.
Ruckzuck ist er ein anderer.

Schuppt zum Orca-Walfisch sich
vor zwölftausend Trampeltieren,
die tiktak tosend applaudieren.
Denn er tut es öffentlich.

Es surrt die Kamera und blinkt
taktok verticken die Sekunden
erst später wird herausgefunden,
dass dieser Fisch vom Kopf her stinkt.

Admin - 11:19:56 | 64 Kommentare

08.01.2026

zum Alter

Außer einem (leidlich) hohen Alter hat er nichts erreicht.

Je älter ich werde, um so mehr empfinde ich das als Leistung.

Der wahre Alptraum des Bloggers ist der Tod. 
Da erlebst du schon mal was Einmaliges und kannst es niemandem mehr posten.

Er hatte es zu nichts gebracht, allerdings im großen Maßstab.

Admin - 10:31:17 | 95 Kommentare

10.10.2025

Vom Umdenken

Das Projekt der Aufklärung, die Erziehung des Menschengeschlechts ist gescheitert.  Nathan der Weise und seine Ringparabel wirken heute auf uns wie kindliches Beharren auf einer kindischen Geschichte. Zu Recht wird in der aktuellen Dresdner Aufführung des Stückes das Erzählen der Ringparabel überschrien und überdonnert, man hört sie nicht. Sie ist zerfetzt, zerstört, unglaubhaft geworden angesichts der Zeitläufte, mit ihr kann man niemandem mehr kommen. Und doch höre ich immer wieder, jetzt gerade müssten wir, die Vernünftigen, das Banner der Aufklärung hoch halten, wollten wir nicht in die Wildheit zurückfallen.
Liebe Leute, genau darum bemühe ich mich seit gut 50 Jahren, und was ist daraus geworden!. [Mehr lesen…]

Admin - 09:20:20 @ | 6 Kommentare